Point Finance

Eine taktische Asset Allocation mit risikozentriertem und Absolute Return orientiertem Ansatz

TODO
01.01.2021 PRISMA SHARP

author

Jérôme Chagneau

Head of Research | Pâris Bertrand Systematic Asset Management



Die jüngsten Entwicklungen begünstigen traditionelle 50/50-Portfolios (50% Aktien und 50% Obligationen)

Das 50/50-Portfolio hat sich trotz der wiederholten Krisen im letzten Jahrzehnt die Corona-Pandemie eingerechnet als äussert robust erwiesen. Warum sich dieser Ansatz so konstant hält, hat verschiedene Gründe, einer der wichtigsten ist aber zweifellos der Aktivismus der Zentralbanken. Die virtuelle Abschaffung des Risikos (implizierter Put) führte zu einer generellen Neubewertung der Vermögenswerte (sinkende Risikoprämien).

Die Analyse der langfristigen Entwicklung an den Finanzmärkten zeigt jedoch, dass die 50/50-Strategie nicht unfehlbar ist

In knapp 100 Jahren Börsengeschichte kam es zu sieben anhalten den Rückgängen des 50/50, d.h. Episoden, in denen er real insgesamt mehr als 20% an Wert einbüsste. Solche Episoden dauern durchschnittlich über sechs Jahre (unter Anrechnung der Erholungsphase). In Extremfällen gehen mehrere Jahrzehnte verloren.

Die letzte Episode dieser Art ereignete sich während der Rezession 2008–2009, die auf die grosse Finanzkrise folgte.
Konjunktur verschärft Schwächen.

Ein 50/50-Portfolio kann sich nur in einem nicht inflationären Wachstumsumfeld positiv entwickeln. Diese Abhängigkeit ist auf das überwiegende Aktienengagement zurückzuführen, denn eine Vermögensallokation von 50/50 entspricht einer Risikoallokation von 90/10. Die politische Reaktion auf Covid-19, die in einer seit der Nachkriegszeit beispiellosen geld und fiskalpolitischen Koordination besteht, macht Prognosen zur makroökonomischen Ordnung in den nächsten Jahren schwierig.

Die wichtigsten Benchmarks waren noch nie so konzentriert (US, Tech, Growth) und das Wachstum der passiven Anlagen verstärkt diese Verzerrungen fortlaufend.

Gleichzeitig sind Aktien und Obligationen so teuer wie lange nicht mehr. Eine solche Situation gab es praktisch noch nie.

SHARP als Antwort auf die neuen Herausforderungen

Der Grundsatz der SHARP-Strategie besteht darin, das Anlageuniversums mit nicht traditionellen Vermögenswerten zu erweitern und eine möglichst breite Diversifikation zu erreichen.

Das Anlageuniversum umfasst mehr als 30 Märkte, die sich in vier grosse Anlageklassen einteilen lassen: Aktien, Zinsen, Kredit und Realwerte, die bei steigender Inflation einen gewissen Schutz bieten.

Der strategische Aufbau des SHARP-Portfolios zielt auf eine breite Diversifikation ab. Langfristig wird das Portfolio von durchschnittlich 4.5 voneinander unabhängigen Makrofaktoren beeinflusst, bei einem 50/50-Portfolio sind es 1.5. SHARP ist somit im Hinblick auf die verschiedenen makrofinanziellen Umgebungen deutlich besser gerüstet.

Das darauffolgende taktische Management ist risikokonzentriert und stärkt die Absolute Return Ausrichtung des Portfolios.

Mit dem aktiven Risikomanagement kann das Portfolio den Marktbedingungen angepasst werden. Ausserdem schützt es vor allzu grossen Verlusten und verbessert das Risiko Rendite Profil. Die Grundlagen dafür bilden:

  1. Ein dynamisches Volatilitäts, Korrelations und Liquiditätsmanagement;
  2. Die Ermittlung von Trends und makroökonomischen Rahmenbedingungen;
  3. Die Erkennung von Risikoregimes und deren Stabilität.

Technologie im Dienst des gesunden Menschenverstands

SHARP basiert auf einem systematischen Prozess, der auf mehr als zehn Jahren Forschung beruht. Dieser Prozess ist skalierbar. Er nutzt fortschrittliche quantitative Methoden und richtet sich gleichzeitig nach ökonomischen Prinzipien und Fundamentalanalysen. Die zugrundeliegende Forschung und Entwicklung ist konsequent auf die grossen Zukunftsrisiken ausgerichtet, ganz im Gegensatz zum Data Mining oder der Optimierung historischer Renditen (Backtesting).